
Band 1: Die grünen Irrlichter von Hintertupfikon (Seite 1-350) Herr Meier also. Ein Mann von sechzigundsieben Lenzen, dessen Leben sich bis dato auf die sorgfältige Zustellung von Briefen, die gelegentliche Teilnahme am örtlichen Jass-Turnier und die tägliche Kontemplation des Sonnenuntergangs über dem Kirchturm von Hintertupfikon beschränkt hatte. Ein Leben von angenehmer, ja fast schon beängstigender Vorhersehbarkeit. Bis zu jener Nacht. Die Ramazotti-induzierte Kontemplation des Firmaments nahm eine jähe Wendung, als das Grün überhandnahm. Nicht das sanfte Grün der Frühlingswiesen, nein, ein grelles, fast schon aufdringliches Grün, das die Sterne in unziemlicher Weise illuminierte. Herr Meier blinzelte. Er rieb sich die Augen. Er konsultierte vorsichtig sein Ramazotti-Glas. Die grünen Punkte blieben. Dann das Geräusch. Ein tiefes, resonierendes Brummen, das sich langsam zu einem unheilvollen Sirren steigerte. Der Himmel über Hintertupfikon wurde von einem Objekt verdunkelt, dessen aerodynamische Prinzipien Herrn Meiers rudimentäre Kenntnisse der Flugphysik bei Weitem überstiegen. Es ähnelte einer gigantischen, leicht verbeulten Kartoffelpresse, besetzt mit einer verwirrenden Anzahl von pulsierenden Lichtern in allen erdenklichen Farben (und einigen, die Herr Meier noch nie zuvor gesehen hatte). Die Landung erfolgte unsanft, begleitet von einem ohrenbetäubenden Knirschen, als die Kartoffelpresse die sorgfältig geharkte Kiesauffahrt von Herrn Meiers Nachbarn, dem notorisch schlecht gelaunten Herrn Huber, in einen Krater verwandelte. Aus einer sich öffnenden Luke, die verdächtig nach der Tür eines alten Kühlschranks aussah, stiegen Wesen. Sie waren… anders. Ihre Haut schimmerte in einem Spektrum von Violett- und Ockertönen, ihre Gliedmaßen schienen aus einer Art biegsamen, organischen Schlauch zu bestehen, und ihre Kommunikation erfolgte in einer komplexen Abfolge von Zirplauten und leisen Knarzgeräuschen. Glücklicherweise (oder unglücklicherweise, wie sich später herausstellen sollte) führten sie ein Gerät mit sich, das aussah wie ein überdimensionierter Taschenrechner mit einer Antenne aus Stricknadeln. Dieses Gerät, so stellten sie mittels holpriger deutscher Sätze fest, die von einer überraschend akkuraten Schweizerdeutsch-Intonation durchzogen waren, fungierte als Universalübersetzer. Die Botschaft war… nun ja, bemerkenswert. Sie kamen von einem Ort namens „Zz’glorg“ (ausgesprochen in etwa wie ein gurgelnder Abfluss nach einem besonders fettigen Sonntagsbraten) und suchten „die Auserwählten“. Und die Bewohner von Hintertupfikon, so schien es, waren genau das. Ein gewisser Elon Musk (dessen Anwesenheit an Bord der Kartoffelpresse ebenso rätselhaft wie unbestreitbar war und der eine Art futuristisch anmutenden Bademantel trug) trat nach vorne. Seine Stimme, verstärkt durch ein Gerät, das verdächtig nach einem alten Staubsaugerrohr aussah, verkündete eine Reise. Nicht zu irgendeinem popeligen Stern. Nein. Zum Herzen des Orionnebels. Mit unvorstellbaren Belohnungen. Kosmischer Honig. Galaktische Golddukaten. Und für jeden Auserwählten: ein nagelneuer, selbstfahrender Rasenmäher der Marke „Globex Omnimow 5000“. Die Reaktion in Hintertupfikon war… gemischt. Frau Müller vom Gemischtwarenladen sah ihre Auserwähltheit bestätigt. Herr Huber hingegen murmelte etwas von „verdammten Ausländern“ und drohte mit seiner Heugabel. Doch das Versprechen des Globex Omnimow 5000, der angeblich in der Lage war, Rasenmuster in Form von komplexen Fraktalen zu mähen, übte eine gewisse Anziehungskraft aus. Nach einigem Zögern und dem Versprechen eines zusätzlichen Jass-Sets für die Reise, willigte Herr Meier ein. Zusammen mit neunundneunzig seiner Nachbarn betrat er die Kartoffelpresse. Die Luke schloss sich mit einem beunruhigenden Zischen. Hintertupfikon verschwand im Nachthimmel, begleitet vom leisen Surren des Universalübersetzers, der immer wieder fragte: „Gibt es hier auch Käsefondue?“ Band 2: Irrfahrten im interstellaren Stau (Seite 351-700) Die Reise erwies sich als… weniger glamourös als erwartet. Die Kartoffelpresse entpuppte sich als erstaunlich eng, die versprochene Aussicht auf den Orionnebel wurde durch permanent beschlagene Fenster zunichtegemacht, und der kosmische Honig schmeckte verdächtig nach altem Schuhcreme. Die Kommunikation zur Erde brach ab, kurz nachdem Elon Musk versucht hatte, ihnen eine einstündige Präsentation über die Vorteile von künstlicher Intelligenz beim Sortieren von Unterhosen zu halten. Pillen wurden verteilt, angeblich zur Beruhigung. Herr Meier, dessen Misstrauen gegenüber allem, was in Pillenform kam, seit einer unglücklichen Begegnung mit Abführmittel-Pralinen auf einer Seniorenreise chronisch war, versteckte seine sorgfältig in seiner Hosentasche. Sein alter Starlink-Anschluss jedoch, den er heimlich für den Bezug obskurer Jass-Theorien aus dem interstellaren Netz nutzte, funktionierte weiterhin – wenn auch zensiert. Jede Nachricht schien von einer gelangweilten, bürokratisch klingenden Stimme kommentiert zu werden: „Antrag auf Informationsübertragung bezüglich… wird geprüft… Genehmigung vorbehalten… Enthält der Antrag möglicherweise subversive Inhalte bezüglich der korrekten Falttechnik von Raumzeitkontinuums-Servietten?“ Das „geheime Mutterschiff“, an das die Kartoffelpresse andockte, übertraf alle Erwartungen an Hässlichkeit. Es sah aus wie eine gigantische, zufällig zusammengewürfelte Sammlung von Raumschiffteilen verschiedenster Epochen und Zivilisationen, notdürftig zusammengehalten von Klebeband und purer Verzweiflung. Überall blinkten und zuckten Lichter, und ein permanenter Geruch nach verbranntem Toast und leicht muffigem Käse lag in der Luft. Dann die Enthüllung. Elon Musk, dessen futuristischer Bademantel mittlerweile verdächtig nach Mottenkugeln roch, verkündete die Wahrheit. Es ging nicht zum Orionnebel. Es ging zum Hauptquartier der „Galaktischen Postboten-Vereinigung, Sektion 7G“ auf dem Jupitermond Europa. Und Herr Meier, aufgrund seiner bemerkenswerten Karriere als Briefträger und seiner unbestreitbaren Jass-Kompetenzen, war auserwählt, eine Schlüsselrolle zu spielen. Die grünen Wesen entpuppten sich als ehemalige Schweizer Polizisten, die ihren Dienst quittiert hatten, um bei der Galaktischen Postboten-Vereinigung anzuheuern. Ihr „Raumschiff“ war tatsächlich ein umgebauter Schweizer Käse-Transporter (Modell „Emmentaler Express“), und die „Reise zum Sirius“ war eine leicht übertriebene Darstellung der dreistündigen Fahrt zum Fondue-Topf-förmigen Hauptquartier. Die „Optimierung“ der Nicht-Mitreisenden? Nun, man hatte ihnen lediglich gesagt, dass die Reise etwas „exklusiver“ sei.
Band 3: Der interstellare Tarifstreit und das Geheimnis des Appenzellerkäses (Seite 701-1000) Im Hauptquartier der Galaktischen Postboten-Vereinigung, Sektion 7G, angekommen, fand sich Herr Meier in einer Welt wieder, die noch bizarrer war als alles, was er sich in seinen wildesten Ramazotti-Träumen hätte vorstellen können. Postboten aus allen Ecken der Galaxie stritten über Zustellzeiten in Wurmlöchern, die korrekte Frankierung von Antimaterie-Briefen und die unzumutbaren Arbeitsbedingungen auf Planeten mit extremen Gravitationsfeldern. Und mittendrin: Herr Meier. Aufgrund seiner irdischen Erfahrung und seiner unbestreitbaren Jass-Fähigkeiten (die sich als überraschend nützlich bei interstellaren Verhandlungen erwiesen), wurde er zum Chefunterhändler für den neuen galaktischen Tarifvertrag ernannt. Elon Musk, der sich als überraschend versierter Jass-Spieler und heimlicher Fan von Schweizer Volksmusik entpuppte, unterstützte ihn nach Kräften. Die ehemaligen Schweizer Polizisten, deren intergalaktische Postbotenuniformen verdächtig nach recycelten Skianzügen aussahen, sorgten für „Ordnung“ bei den hitzigen Verhandlungen. Es stellte sich heraus, dass der Schlüssel zum gesamten Universum im Appenzellerkäse lag. Eine uralte galaktische Legende besagte, dass die Löcher im Appenzellerkäse in Wirklichkeit Portale zu anderen Dimensionen waren. Und die Galaktische Postboten-Vereinigung, Sektion 7G, war die einzige Organisation, die das Wissen um die korrekte Nutzung dieser Portale besaß. Der Grund für die ganze Geheimniskrämerei, die „Auserwählten“ und die leicht irreführende Reisebeschreibung? Nun, die Galaktische Postboten-Vereinigung hatte mit einem akuten Nachwuchsproblem zu kämpfen und ihre Rekrutierungsmethoden waren, gelinde gesagt, unkonventionell. Am Ende, nach zähen Verhandlungen, bei denen Herr Meiers Jass-Kenntnisse in einem entscheidenden „Trumpf oder Nicht-Trumpf“-Duell mit einem dreiäugigen Alien-Postboten namens Glar’glar von Nutzen waren, wurde der neue Tarifvertrag unterzeichnet. Die Arbeitsbedingungen verbesserten sich, die Antimaterie-Briefe wurden korrekt frankiert, und die Zustellzeiten in Wurmlöchern wurden neu verhandelt. Als Belohnung erhielt Herr Meier nicht nur einen roten Tesla (mit „Meier 1“ Kennzeichen), sondern auch eine lebenslange Versorgung mit erstklassigem Appenzellerkäse und die Ehrenmitgliedschaft in der Galaktischen Postboten-Vereinigung, Sektion 7G. Und so fand Herr Meier, der pensionierte Briefträger aus Hintertupfikon, sein unerwartetes Ende nicht im kalten Vakuum des Weltraums, sondern als gefeierter Held einer intergalaktischen Postboten-Gewerkschaft, umgeben vom Duft von Appenzellerkäse und dem leisen Surren eines selbstfahrenden Rasenmähers der Marke „Globex Omnimow 5000“, der gerade kunstvolle Fraktale in den interstellaren Rasen mähte. Das Universum, so stellte er fest, roch überraschend oft nach Käse. Und manchmal war das auch ganz in Ordnung.
Band 42: Die Odyssee des Herrn Meier durch die Galaktische Bürokratie (Seite 351-700)
Nach der eher holprigen Ankunft im Hauptquartier der Galaktischen Postboten-Vereinigung, Sektion 7G (dessen permanenter Geruch nach leicht verschmortem Toast und einer undefinierbaren Note von Verzweiflung Herrn Meier auf seltsame Weise an das Wartezimmer seines ehemaligen Zahnarztes erinnerte), fand sich Herr Meier in einer kafkaesken Welt der interstellaren Bürokratie wieder.
Formulare in siebenfacher Ausfertigung mussten in einer Tinte ausgefüllt werden, die nur unter dem Licht des Zwillingssterns Proxima Centauri B lesbar war (was die Sache etwas erschwerte, da sich dieser gerade in einer dreijährigen Dunkelphase befand). Anträge auf die Nutzung des interdimensionalen Fahrstuhls (dessen Fahrzeiten scheinbar vom Zufall und der Laune eines launischen Wurmlochs abhingen) mussten in dreifacher Ausführung in einer Sprache verfasst sein, die seit dem Untergang des Planeten Floopy-Doop vor viertausend galaktischen Standardjahren als ausgestorben galt.
Elon Musk, dessen Begeisterung für Schweizer Volksmusik überraschend ansteckend war (er spielte oft auf einer Art interstellaren Ziehharmonika, die verdächtig nach einer zerquetschten Raumschiffkatze klang), erwies sich als unerwartet unbürokratisch. Er versuchte die endlosen Formulare mit revolutionären Ideen wie „einfach ankreuzen, was zutrifft“ zu vereinfachen, stieß damit aber auf den erbitterten Widerstand des obersten Bürokraten der Sektion 7G, eines Wesens namens Zorp, dessen Haut in exakt 256 verschiedenen Grautönen schimmerte und dessen Lebensinhalt die korrekte Kommasetzung in galaktischen Verordnungen zu sein schien.
Die ehemaligen Schweizer Polizisten, deren Verständnis von „Ordnung“ darin zu bestehen schien, verdächtige Briefumschläge mit überdimensionierten Konfetti-Kanonen zu beschießen, waren ebenfalls keine große Hilfe.
Herr Meiers Jass-Fähigkeiten erwiesen sich jedoch erneut als unerwartetes Ass im Ärmel. Es stellte sich heraus, dass die galaktische Bürokratie von einer geheimen Hierarchie beherrscht wurde, die auf einem komplexen Kartenspiel namens „Quark-Quartett“ basierte. Und Herr Meier, dessen intuitive Fähigkeit, den nächsten Stich vorherzusehen, selbst erfahrene Jass-Spieler in Hintertupfikon zur Verzweiflung getrieben hatte, stieg schnell in den Rängen auf.
Er gewann wichtige Verbündete, darunter eine melancholische Androide namens Brenda, deren Spezialgebiet die korrekte Faltung von Raumzeitkontinuums-Servietten war und die eine überraschende Vorliebe für Erd-Schlager der 1970er Jahre hegte. Und einen kleinwüchsigen, pelzigen Alien namens Fleep, dessen Fähigkeit, verlorene Formulare in subatomaren Zwischenräumen aufzuspüren, legendär war.
Gemeinsam schmiedeten sie einen Plan, um die starre Bürokratie der Sektion 7G zu unterwandern und den Weg für einen gerechten galaktischen Tarifvertrag zu ebnen. Der Plan beinhaltete überraschend viele Ablenkungsmanöver mit Schweizer Volksmusik, strategisch platzierte Käseplatten und eine gefälschte Verordnung bezüglich der obligatorischen Einführung von „Quark-Quartett“-Pflichtstunden für alle Bürokraten.
Band 3: Der galaktische Tarifstreit und die Verschwörung der falsch adressierten Schwarzen Löcher (Seite 701-1000)
Die Verhandlungen zum neuen galaktischen Tarifvertrag erwiesen sich als ein noch größeres Minenfeld als die interstellare Bürokratie. Die Vertreter der verschiedenen planetaren Postboten-Gewerkschaften hatten höchst unterschiedliche Vorstellungen von fairen Arbeitsbedingungen. Die Postboten vom Planeten Xylar, dessen Bewohner aus einer Art flüssigem Plasma bestanden, forderten flexible Arbeitszeiten in Magnetfeldern und die Möglichkeit, Briefe mittels Telepathie zuzustellen. Die Vertreter vom eisigen Planeten Glacius bestanden auf beheizten Zustellschlitten und einer täglichen Ration von gefrorenem Methan-Eis.
Herr Meiers Jass-Fähigkeiten wurden aufs Äußerste gefordert, um die hitzigen Gemüter zu beruhigen und Kompromisse auszuhandeln. Elon Musk unterstützte ihn mit kreativen (und oft leicht verrückten) Vorschlägen, wie der Einführung von Brieftauben mit Warp-Antrieb und der Idee, Postboten mit personalisierten Mini-Schwarzen Löchern auszustatten, um Briefe schneller zuzustellen (eine Idee, die glücklicherweise von Brenda mit dem Hinweis auf potenzielle „Zustellprobleme“ verworfen wurde).
Während der Verhandlungen stießen Herr Meier und seine Verbündeten auf eine beunruhigende Entdeckung. Jemand manipulierte die Adressierungssysteme der galaktischen Post und leitete Schwarze Löcher an ahnungslose Planeten um. Die Motive dafür waren unklar, aber die potenziellen Konsequenzen waren… nun ja, existenzbedrohend.
Es stellte sich heraus, dass der Drahtzieher hinter der Verschwörung niemand geringeres als Zorp war. Der oberste Bürokrat hegte eine tief verwurzelte Abneigung gegen jegliche Form von Veränderung und sah im neuen Tarifvertrag eine Bedrohung für die heilige Ordnung der galaktischen Bürokratie. Er plante, das Chaos durch die falsch adressierten Schwarzen Löcher zu nutzen, um die Verhandlungen zu sabotieren und die alte Ordnung wiederherzustellen.
In einem dramatischen Showdown, der ein überraschend spannendes „Quark-Quartett“-Turnier beinhaltete, bei dem der Einsatz die Zukunft der galaktischen Post war, gelang es Herrn Meier, Zorp zu überlisten und die Verschwörung aufzudecken.
Der neue galaktische Tarifvertrag wurde schließlich unterzeichnet, zum Wohle aller Postboten der Galaxie. Die falsch adressierten Schwarzen Löcher wurden umgeleitet (mit einiger Mühe und der überraschenden Hilfe eines pensionierten Wurmloch-Navigators vom Planeten Floopy-Doop, der sich als erstaunlich gut im „Quark-Quartett“ erwies).
Herr Meier wurde zum Ehrenvorsitzenden der Galaktischen Postboten-Vereinigung, Sektion 7G, ernannt und erhielt neben dem roten Tesla eine unbegrenzte Versorgung mit erstklassigem Appenzellerkäse und ein Hologramm von Elon Musk, das permanent Schweizer Volkslieder trällerte.
Band 4: Herr Meier und die interdimensionale Teepause (Seite 1001-1350)
In seinem neuen Amt als Ehrenvorsitzender stellte Herr Meier fest, dass die interstellare Bürokratie noch immer einige… Optimierungsbedarf hatte. Insbesondere die Sache mit den Teepausen. Während irdische Postboten sich mit fünfzehn Minuten begnügten, schienen die galaktischen Standards eher in galaktischen Standardepochen gemessen zu werden.
Einige Postboten verschwanden spurlos in „kurzen“ Teepausen, nur um Jahrhunderte später mit einer Tasse lauwarmer Antimaterie-Tee und der vagen Entschuldigung wieder aufzutauchen, sie hätten sich „etwas verflogen“.
Herr Meier beschloss, dieses Problem anzugehen. Er berief eine intergalaktische Teepausen-Konferenz ein, die sich als noch chaotischer erwies als die Tarifverhandlungen. Vertreter von Planeten, auf denen Tee aus kristallisierten Sternenstaub, fermentierten Weltraumalgen oder dem Extrakt bewusstseinsverändernder Pilze gebraut wurde, stritten leidenschaftlich über die korrekte Ziehzeit und die angemessene Menge an Milch (oder dem galaktischen Äquivalent davon, das oft überraschende Nebenwirkungen hatte).
Elon Musk schlug vor, Teepausen in subatomare Mikropausen zu komprimieren, was auf den erbitterten Widerstand der „Vereinigung der chronisch müden Andromedaner“ stieß. Brenda entwickelte eine revolutionäre Falttechnik für Raumzeitkontinuums-Servietten, die angeblich die Wahrnehmung der Zeit während der Teepause verlangsamen sollte (was in der Praxis jedoch dazu führte, dass die Teepausen gefühlt noch länger dauerten).
Und Fleep entdeckte in den subatomaren Zwischenräumen verlorene Teetassen aus allen Epochen und Dimensionen, was zu einer existenziellen Krise unter den galaktischen Historikern führte.
Mitten in diesem Chaos stieß Herr Meier auf ein streng geheimes Protokoll, das die Existenz interdimensionaler Teepausenräume bestätigte. Diese Räume, die sich außerhalb des normalen Raumzeitkontinuums befanden, ermöglichten es, Teepausen in einer relativen Ewigkeit zu verbringen, ohne die normale Zeitlinie zu beeinflussen. Und Zorp, der überraschenderweise immer noch in den Tiefen der Bürokratie lauerte, hegte finstere Pläne, diese Räume für seine eigenen, zeitraffernden Zwecke zu nutzen.
Band 707: Die Legende vom interstellaren Jass-Duell um das verlorene Rezept des galaktischen Käsefondues (Seite 175.751 – 176.000, Auszug)
Jahrtausende waren vergangen. Herr Meier, dank der seltsamen Eigenheiten der interdimensionalen Teepausen immer noch erstaunlich rüstig, war zur Legende geworden. Die Galaktische Postboten-Vereinigung florierte, die Bürokratie war (mehr oder weniger) im Griff, und der interstellare Tarifvertrag wurde alle fünf galaktischen Standardjahrhunderte friedlich neu verhandelt (meistens bei einer gemütlichen Partie „Quark-Quartett“).
Doch ein neues Problem tauchte auf: Das uralte Rezept für das galaktische Käsefondue, das bei allen wichtigen interstellaren Treffen serviert wurde, war verloren gegangen. Und ohne das Fondue drohte ein galaktischer Bürgerkrieg auszubrechen.
Die Suche nach dem verlorenen Rezept führte Herrn Meier und seine treuen Gefährten (Brenda, Fleep und einen überraschend philosophisch gewordenen Elon Musk) zu den entlegensten Winkeln des Universums, zu Planeten, die von sprechenden Pflanzen, melancholischen Robotern und dreibeinigen Händlern bevölkert waren, die in abgelaufenen Raumschiff-Socken handelten.
Die Spur führte schließlich zu einem abgelegenen Asteroiden, der von einer exzentrischen Rasse von Wesen bewohnt wurde, die ihre gesamte Existenz dem Studium der subtilen Kunst des interstellaren Jass widmeten. Und der Hüter des verlorenen Fondue-Rezepts? Ein legendärer Jass-Meister namens Meister Fünf-Trumpf, der nur besiegt werden konnte… in einem epischen Jass-Duell.
Herr Meier, dessen Jass-Fähigkeiten über die Jahrtausende nur noch perfektioniert worden waren, trat an. Die Karten wurden gemischt, die Trümpfe bestimmt, und das Schicksal des galaktischen Käsefondues hing am seidenen Faden einer einzigen, entscheidenden Stich.
(Das Ende dieses Bandes bleibt vorerst ein Cliffhanger, um die Spannung für die nächsten 699 Bände aufrechtzuerhalten.)


